Frischgebacken

Der Jahrgang 2013/2014 des deutsch-französischen Journalismus-Masters wirft einen Rückblick auf ihre erste Erfahrungen als junge Journalisten.

Deutsch-französische Nervennahrung: Biscuits und Haribo (Selin Verger)

Kaum ist die Diplomprüfung bestanden, müssen sich die frisch gekürten Absolventen des Masterstudienganges gleich ein zweites Mal über ihre Praktika ausfragen lassen. Diesmal gilt es jedoch nicht die Prüfungskommission zu beeindrucken, sondern den Informationshunger der Studentinnen des aktuellen Jahrganges zu stillen. Bloß drei Tage nach Kursbeginn ist das Bewerbungsrennen für die Praktika auch da schon in vollem Gange. Nachdem die neun Prüflinge sich ihren acht Nachfolgerinnen vorgestellt haben, dürfen sie der Reihe nach etwas näher auf das eingehen, was die „Neuen“ interessiert: wo man hinsoll, wie man das schafft – und was dann passiert, denn: Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.

Jeweils ein deutsch-, sowie ein französischsprachiges Praktikum wurde von den Jungjournalisten erwartet. Die meisten von ihnen waren sogar noch produktiver und haben bereits drei oder vier davon hinter sich. An Erholung war bisher nicht zu denken, doch das Spektrum der Erfahrungen ist umso größer: bei Landeszeitungen in Bayern oder in Frankfurt an der Oder war aktives Mitwirken erwünscht und gefordert, wenngleich die Dialekthürde erst überwunden werden musste. Bei der Deutschen Welle waren sowohl journalistische Kompetenzen als auch Nerven aus Stahl gefragt: manche Beiträge müssen in kürzester Zeit entstehen – doch diese selber ins Mikrofon zu sprechen ist Lohn genug. Beim studentischen Radiosender Campus Dijon ging es da schon wesentlich entspannter zu.

Die Erlebnisse gehen also auseinander, doch bei Vielem sind sich alle einig: man müsse Sinn für Initiative haben, seinen Mann oder Frau stehen, Ausdauer beweisen – im Gegenzug lernt man in kürzester Zeit unwahrscheinlich viel. Bei Fruchtsaft und Brötchen werden nach der Tafelrunde weitere Fragen gestellt und beantwortet, Eindrücke bestätigt, Ängste beschwichtigt. Nach und nach verabschieden sich die frischgebackenen Journalisten – die Arbeit ruft. Die restlichen acht müssen noch kurz die Schulbank drücken. Dann kommen auch sie an die Reihe.

Isabelle Wurth

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