California Dreamin’ : Pénélope Bagieus poetisches Porträt der Mama Cass

Die Sängerin von The Mamas & the Papas war eine exzentrische Figur. „Ich will nach New York und ich werde eine Star“, sagte schon die junge Ellen Cohen, die später als ‘Mama’ Cass Elliot bekannt wurde. Sie ist die Hauptfigur des Comics California Dreamin’ von Pénélope Bagieu. 

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California Dreamin’ (Gallimard/Pénélope Bagieu)

Pénélope Bagieu ist eine bekannte französische Comic-Autorin, die ihr Publikum mit ihrem neuesten Album, California Dreamin’, überrascht. Der Bildband unterscheidet sich sehr von ihren üblichen computerassistierten Werken indem sie zum ersten Mal nur mit Bleistift zeichnet, also in schwarz-weiß. Gegenstand ihres Buches ist Ellen Cohens Biografie. Eine schöne Hommage an dieser vergessenen Sängerin. Man erinnert sich noch an ihre kräftige und leuchtende Stimme, Pénélope Bagieu lässt uns ihr Leben entdecken. Von ihrer Kindheit in Baltimore bis zum Tophit „California Dreamin’“ im Jahre 1966, der ihr zu weltweiter Berühmtheit verholfen hat  – alles zeigt der liebevoll gestaltete Comic.er

Die Geschichte wird mit den Stimmen verschiedener Personen wie ihrer Schwester, ihrem Vater, ihrer Gesanglehrerin oder ihrer Freunde erzählt. Durch diese verschiedenen Perspektiven stellt Pénélope Bagieu in ihrem Buch nicht nur die größten Wendepunkte in Ellen Cohens Lebens dar, sondern auch kleine Momente. Drogen, zerstörerische Liebesaffären und problemhafte Fremdwahrnehmung: Ellen Cohen war nicht wie die Anderen, und man versteht ihren Zuneigungs- und Anerkennungsbedarf. Sie war eine humorvolle und exzentrische Frau, die an Bulimie erkrankte, als ihre kleine Schwester geboren wurde. „Ich werde die berühmste Dicke der Welt“, sagte die 15-jährige Ellen Cohen.

Der Bleistift: Ein Instrument, das Pénélope Bagieu öfter in der Hand nehmen sollte! Die grafische Arbeit, wie auch die Erzählung und die biografische Untersuchung (meistens auf der Grundlage von Eddi Fiegel: Dream a litte dream of me: The life of ‘Mama’ Cass Elliot) wurde sehr gut geführt. Am Ende des Buches finden sich einige Lieder, denen man laut Pénélope Bagieu beim Lesen zuhören sollte. Eine unbedingt empfehlenswerte Lektüre.

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