Die Bedingungen für die Tour de France 2018 stehen fest

Am 17. Oktober hat der Leiter der Tour Christian Prudhomme die Strecke der 105. Tour de France veröffentlicht. Von West-Frankreich bis zu den Pyrenäen und durch Roubaix wird die Große Schleife dieses Jahr durch ein großes Stück Frankreichs fahren.

Christopher Froome (in gelb) wird nochmal Favorit im Jahre 2018. CC BY SA filip bossuyt

Die Tour de France Liebhaber betrachten es als wichtiges Rendez-vous. Die Crème de la crème der Weltradrennfahrer waren in dem Pariser Palais des Congrès am Dienstag, den 17. Oktober, um die nächste Strecke zu entdecken. Entspannt, elegant und seriös, die Radrenner warteten auf die neuen Schwierigkeiten, die Überraschungen und Atempausen der Episode von 2018. Alle Medien, die über den Rennen berichten, waren auch dort, wie die Organisatoren und die Sponsoren. So viele Erregungen, zehn Monaten vor dem Anfang der Tour.

Das lässt sich leicht erklären. Die größten Radrennfahrer haben die Tour gewonnen, sie sind Legende geworden. Aber keine Tour sieht aus wie eine andere. Und das ist auf etwas besonders zurückzuführen: die Strecke.

Eine notwendige Vorbereitung

Eine wichtige Herausforderung wie die Tour erfordert eine gute Vorbereitung. Jedes Team hat zehn Monate lang, um sich die Strecke anzueignen. Weil sie das schwierigste Radrennen der Welt ist, planen manche Rennfahrer ihre ganze Saison, um für die Tour in bester Form zu sein. Die sportlichen Leiter haben die Rolle, eine umfassende und leistungsfähige Mannschaft mit den besten Teammitgliedern zu bilden. Denn Radsport ist kein individueller Sport. Kein Sport ist kollektiver und mit dem Teamgeist verbunden als Radsport. Jedes Teammitglied fährt für sein Leader, der die Tour gewinnen soll.

Von Oktober bis Juni werden die Rennfahrer auf Erkundung der Strecke der nächsten Tour gehen. Wo kann man attackieren, wo kann man Zeit verlieren, wo sind die gefährlichsten Punkten, wo kann man die Tour gewinnen und welche Etappen sind für welche Rennfahrer gezeichnet. Dafür ist eine gute und seriöse Erkundung nötig, fast notwendig. Dieses Jahr wird diese Vorbereitung noch wichtiger, denn Christian Prudhomme hat eine Neuigkeit angesagt: jedes Team wird sich aus acht Rennfahrer bestehen, und nicht mehr neun. Das wird die Arbeit der sportlichen Leiter noch komplizieren.

Eine Strecke für Team Sky ?

Wird das das die letztjährigen Favoriten vor- oder beurteilen? Vielleicht kann das auch das Spiel ausgleichen. Letztes Jahr wie in den Jahren 2015 und 2016 hat Christopher Froome die Tour dank seiner wunderbaren und unbesiegbaren Sky-Mannschaft gewonnen. Wird sie noch so stark wie bevor? Bestimmt. Aber diesmal ist die Strecke für Chris Froome nicht so vorteilhaft.

Um die Tour de France zu gewinnen, muss man ein guter Bergfahrer sein. In den Gebirgen gewinnt oder verliert man am meisten Zeit und in einem drei Wochen langen Rennen gibt es vielen Bergetappen. Seit ein paar Jahren ist der Tour-Sieger aber auch ein guter Rouleur. Das heißt, dass er beim Zeitfahren schnell fährt und wenig Zeit verliert. Dank dieser Eigenschaft hat Cadel Evans die Tour 2011 vor dem Bergfahrer Carlos Sastre gewonnen, als er beim Zeitfahren in der vorletzten Etappe zwei Minuten schneller als der Spanier fuhr. Die Briten Christopher Froome (2013, 2015, 2016 und 2017) und Bradley Wiggins (2012) oder der Italiener Vincenzo Nibali (2014) haben die Tour auch deshalb gewonnen.

Die Strecke der Tour de France 2018. CC BY SA About-France.com

2018 wird es nur ein individuelles Zeitfahren geben, was diese Tendenz der Rouleur schwächt. Wichtiger, das Zeitfahren zwischen Saint-Pée-sur-Nivelle und Espelette, die Stadt der Pfefferschote, ist nicht flach, sondern bergig. Die Unterschiede zwischen den Favoriten werden noch kleiner sein. Das bedeutet aber nicht, dass die Tour langweilig wird.

Die Kopfsteinpflaster-Passagen als Überraschung

Die erste Woche verspricht große Kämpfe und schöne Bilder. Drei Tage in der Vendée und dann die Bretagne mit der jetzt bekannten Mûr-de-Bretagne werden schon zeigen, wer die starken Männer des Pelotons dieses Jahr sind. Aber das erste große Frösteln wird die 9. Etappe zwischen Arras und Roubaix. Mit 22 Kilometer Kopfsteinpflaster-Passagen sieht diese Etappe wie ein Mitrichter aus, der den Sieger oder vor allem die Verlierer der Tour designieren wird. Drei Bergetappen in den Alpen  insbesondere mit der mythischen Alpe d’Huez und vier Etappen in den Pyrenäen stehen auf dem Programm der Radrennfahrer, bevor sie Paris erreichen.

Die Tour 2018 und ihre Strecke sollen erlauben daran zu zweifeln, dass Christopher Froome das schwierigste Rennen der Welt gewonnen wird. Zwei Elemente sind abhängig und notwendig, um eine spannende Tour zu haben. Die Strecke ist das erste Element und jetzt kann man klar denken, dass sie günstig für Spektakel ist. Aber ohne mehrere kämpferische Akteure kann eine Tour langweilig werden. Diese sollen einfach anwesend und gut vorbereitet sein, damit die Stimmung aufheizt. Dafür sollen sich die Radrennfahrer des Pelotons einfach nach einer langen und ermüdenden Saison erholen.

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